Bundeskanzler Scholz als Zeuge im Hamburger Steuerskandal

Bundeskanzler Olaf Scholz wird am Freitag vor einem Hamburger Bürgerschaftsausschuss zum Steuerskandal um die Kommunalbank Warburg und den sogenannten Cum-Ex-Geschäften aussagen. Aufgabe der Kommission ist es, festzustellen, ob der künftige Bundeskanzler, der von 2011 bis 2018 Hamburgs Bürgermeister war, und andere Politiker in irgendeiner Weise Einfluss auf die Arbeitsweise des Hamburger Finanzamtes genommen haben.

47 Millionen Euro hat er von der Bank nicht zurückerhalten, als er laut Bundesfinanzministerium hätte haben sollen, berichten deutsche Medien. Laut Presse ist der Fall für die Bundeskanzlerin unangenehm.

Steuern wurden illegal an die Bank zurückerstattet

Als Scholz Bürgermeister von Hamburg war, wurde gegen die Hamburger Warburg Bank ermittelt, weil sie mit sogenannten Cum-Ex-Geschäften Steuern hinterzogen oder unerlaubt Steuerrückerstattungen erhalten hatte. Cum-Ex-Geschäfte bestehen aus dem schnellen Austausch von Aktien zwischen mehreren Unternehmen am entscheidenden Tag für die Zahlung der Dividende. Ziel ist es, unklar zu machen, wer die Kapitalertragsteuer, die in Deutschland 25 % beträgt, zu entrichten hat.

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2016 und 2017 traf sich Scholz mehrfach mit Mitgliedern der Geschäftsführung der Bank, gegen die bereits Ermittlungen anstanden. Der amtierende Bundeskanzler bestreitet die Treffen nicht, behauptet aber, sich an Details der Gespräche nicht erinnern zu können. Unter der Scholz-Regierung hat das Finanzamt Hamburg, das ebenfalls ein Bundesland ist, 47 Millionen Euro für irrtümlich gezahlte Steuererklärungen von der Bank nicht zurückerhalten.

Das Bundesfinanzministerium schaltete sich jedoch in das Verfahren ein und ordnete die Rückforderung von 43 Millionen Euro bei der Bank an. Nach Angaben des Senders Deutsche Welle ist ein solcher Schritt im Verhältnis zwischen den Bundesbehörden und den Behörden der verschiedenen Bundesländer ungewöhnlich.

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Der Hamburgische Bürgerschaftsausschuss, der vergangene Woche seine Arbeit wieder aufgenommen hat, hat die Aufgabe herauszufinden, ob sich die Politik in das Vorgehen des Hamburger Finanzamtes eingemischt hat. Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag vergangener Woche sagte Scholz, frühere Ermittlungen hätten gezeigt, dass Beamte nicht von Politikern unter Druck gesetzt worden seien.

Scholz bestreitet die Vorwürfe

„Ich bin mir sicher, dass sich dieser Befund nicht ändern wird“, sagte er. Nach Angaben der Hamburger Presse haben Ermittler seit seiner Zeit als Bürgermeister Zugriff auf den E-Mail-Account von Scholz gefordert. Regierungssprecher Steffen Hebestreit bestätigte diese Angaben nicht, sagte aber, der deutsche Ministerpräsident habe nichts zu verbergen.

Mathias Middelberg, stellvertretender Vorsitzender des oppositionellen CDU-Bundestagsklubs, sieht das anders. „Die indirekten Beweise für eine rechtswidrige Einflussnahme von SPD-Politikern in Hamburg im Fall der Warburg-Bankensteuer verdichten sich“, sagte der Oppositionspolitiker.

Neben der Hamburger Bürgerschaft ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Köln in der Warburg-Bank-Affäre. Er ermittelt gegen die beiden ehemaligen sozialdemokratischen Politiker Alfons Pawelczyk und Johannes Kahrs wegen angeblicher Beteiligung an Steuerhinterziehung.

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Vergangene Woche berichtete Bild, dass Kahrs, der 2020 von seinem Parlamentsmandat zurücktreten musste, im vergangenen September von Ermittlern mit mehr als 200.000 Euro Bargeld in einem Tresor beschlagnahmt wurde.

Laut der Zeitung Le Monde ist die Steueraffäre für Scholze ein Ärgernis in einer angespannten Zeit, in der die Bundesregierung mit dem Krieg in der Ukraine oder der Reaktion auf eine mögliche Kürzung der Gaslieferungen aus Russland zu kämpfen hat. Im Oktober soll ein Buch des deutschen Investigativjournalisten Oliver Schröm über den Steuerfall erscheinen. Seiner Meinung nach sagt Scholz nicht die ganze Wahrheit über die Affäre.

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Rein Geissler

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