Deutschland startet größtes ÖPNV-Experiment. Deutsche reisen für ein Zehntel des ursprünglichen Preises

Die Bundesregierung Berlin startet das größte ÖPNV-Experiment der Welt. Um die Abhängigkeit vom russischen Öl zu verringern, werden die Kosten für den öffentlichen Nahverkehr auf ein Zehntel des ursprünglichen Preises gesenkt, schreibt das Portal tagschau.de.

Ab Mittwoch, 1. Juni, ist es möglich, für einen Preis von 9 Euro deutschlandweit zu reisen. Diese Monatskarte gilt in allen Regionalzügen und Bussen sowie in allen städtischen Nahverkehrssystemen des Landes. Das Pauschalticket mit der geläufigen Bezeichnung 9-Euro-Ticket läuft auf Ihren Namen und kann im Internet, an Automaten oder an Bahnhöfen gekauft werden.

In Bezug auf Umfang und Kosten ist es das größte öffentliche Verkehrserlebnis weltweit. Diese Entscheidung ist eine Reaktion auf die durch den Krieg in der Ukraine verursachten steigenden Energie- und Treibstoffpreise. Die Bundesregierung hat sich daher zum Ziel gesetzt, die russischen Ölimporte bis Juni zu halbieren.

Vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine stammte ein Drittel des nach Deutschland importierten Öls aus Russland. Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte, Deutschland solle bis Ende 2022 vollständig unabhängig von russischem Öl werden.

Eine Anfang des Jahres durchgeführte Meinungsumfrage ergab, dass bis zu 75 % der deutschen Haushalte, die regelmäßig Pkw nutzen, bereit sind, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Fast zwei Drittel der Befragten gaben an, sich vorstellen zu können, häufiger Fahrrad zu fahren.

Es ist noch zu früh, um abzuschätzen, wie sich die ÖPNV-Subvention auf die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs auswirken wird. Das Projekt wird nur im Sommer, in den kältesten Monaten, im Herbst und im Winter funktionieren, weil die Lust, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen, stark abnimmt.

Rein Geissler

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