LEIPSK – Der ehemalige deutsche Taucher Jan Hempel hat zugegeben, sexuell belästigt worden zu sein. Ein 50-jähriger Deutscher enthüllte in einer Dokumentation im ARD-Fernsehen die Wahrheit.
Der Olympiamedaillengewinner von Atlanta und Sydney im Tauchen hat offen erklärt, dass er zwischen 1982 und 1996 von seinem damaligen Trainer Werner Langer sexuell missbraucht wurde. „Mein Trainer hat mich missbraucht. Er hat immer eine Gelegenheit gefunden, seine Wünsche an mir zu erfüllen“, Die Agentur dpa zitierte den ehemaligen Taucher.
In einer ARD-Dokumentation sagt der ehemalige Wasserspringer Jan Hempel, er sei über Jahre immer wieder von seinem Trainer missbraucht worden, sogar am Tag des olympischen Wettkampfs. https://t.co/ZjiA9DWpiK
— Süddeutsche Zeitung (@SZ) 18. August 2022
Hempel meldete die Belästigung erstmals vor Olympia 1996. Der Deutsche Schwimmverband suspendierte Langer später, doch Hempel war mit dem Ausmaß der Strafe unzufrieden: „Alle haben geschwiegen. Ich hatte das Gefühl, dass für den DSV nur der Erfolg zählt. Sie haben sich nicht um meine Gesundheit oder meine Probleme gekümmert.“
Das Unternehmen ARD teilte mit, dass die aktuelle Geschäftsführung des DSV erst durch den Sender der Dokumentation von den Vorfällen erfuhr.
Die Ehefrau des deutschen Springers gab zu, dass es ihr sehr schwer gefallen sei, über Vorfälle aus der Vergangenheit zu sprechen. „Er konnte nicht darüber sprechen. Er musste die einzelnen Vorfälle für mich aufschreiben. Auch ich kann nicht heilen, was es in ihm hinterlassen hat.“ sagte die Frau der Olympiasiegerin Ines Hempelová.
- Der Autor: © Liste
- Twitter/Süddeutsche Zeitung
- Quelle: TASR
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