Erstmals hat Deutschland aufgrund von Sanktionen gegen Russland drei Wohnungen eines russischen Ehepaares im bayerischen München beschlagnahmt. Bisher haben die deutschen Behörden nur russische Waren gesperrt. TASR übernahm den Bericht von der Agentur DPA.
Sie beschlagnahmten Eigentum auf der Grundlage von Sanktionen
„Nach derzeitigem Kenntnisstand ist dies der erste bundesweite Fall, in dem aufgrund von Sanktionen nicht nur Vermögenswerte eingefroren, sondern auch Immobilien beschlagnahmt wurden“, sagte die Münchner Oberstaatsanwältin Anne Leidingova am Montag . Beschlagnahmt wurde auch das Bankkonto des russischen Ehepaars, das Wohnungsmieten in Höhe von etwa 3.500 Euro monatlich einnahm. Einnahmen aus der Vermietung von Immobilien fließen nun an das Amtsgericht München.
Die Identität des russischen Ehepaars wurde von der bayerischen Staatsanwaltschaft nicht bekannt gegeben. Sie sagte jedoch, der Mann sei Mitglied der russischen Staatsduma. Der Bayerische Rundfunk (BR) stellte klar, dass der Name des fraglichen Abgeordneten mit dem Buchstaben L beginne. Seine Frau soll sich in München aufhalten. Dem Ehepaar wird vorgeworfen, dass es auch nach Inkrafttreten der antirussischen Sanktionen weiterhin Einkünfte aus der gesetzeswidrigen Vermietung von Immobilien erzielt hat.
Westliche Sanktionsliste
Laut Staatsanwaltschaft sind die Beschlagnahme der Wohnungen und die Rücknahme des genannten Kontos möglich, weil der russische Abgeordnete seit dem 23. Februar auf der Sanktionsliste steht. In der russischen Staatsduma stimmte er für eine Resolution, in der der russische Präsident Wladimir Putin aufgefordert wird, abtrünnige Regionen in der Ostukraine als unabhängige Republiken anzuerkennen.
nicht vernachlässigen
Westliche Sanktionen stellen für Moskau noch kein nennenswertes Hindernis dar
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