Der Anpfiff für das Gruppenphasenspiel der European Conference League 2022/2023 am Donnerstag zwischen dem französischen OGC Nizza und dem deutschen 1. FC Köln wurde um 55 Minuten verschoben, weil es auf den Tribünen des Allianz-Riviera-Stadions in Nizza zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Fans kam.
Foto: SITA/PA, Daniel Kohl
Ausschreitungen vor dem Spiel OGC Nizza – 1. FC Kolín.
Laut lokalen Medien wurden bei der Schlägerei zwischen Anhängern 18 Menschen verletzt.
Laut ausländischen Medien war einer der Fans auf der Tribüne in Gefahr. Er stürzte aus fünf Metern Höhe vom oberen Block und befindet sich in ernstem Zustand. Er sollte ein Fan der Heimmannschaft sein.
Das Treffen der Gruppe D begann um 19:40 Uhr statt um 18:45 Uhr und endete mit einem 1:1-Unentschieden.
„OGC Nice verurteilt die Vorfälle, die sich vor dem Spiel ereignet haben, aufs Schärfste. Sie begannen mit der Zerstörung von Eigentum in der Stadt und setzten sich fort mit dem gewaltsamen Eindringen von Dutzenden Rockfans aus der Kölner Fan-Sektion in die Ehrenloge.
Wir waren von diesem gewalttätigen Verhalten überrascht, weil wir alles getan haben, um den Kölner Fans die bestmöglichen Bedingungen zu bieten.
Es tut uns leid für die Menschen, die diese Vorfälle miterlebt und erlitten haben und die fast 45 Minuten warten mussten, um ins Stadion zu gelangen“, sagte der Ligue-1-Spieler in einer Erklärung.
Der deutsche Klub kommentierte die Situation ähnlich:
„Wir verurteilen alle Formen von Gewalt, wo immer es möglich ist, wir stehen für Sportsgeist und Loyalität und Respekt zwischen uns. Entschuldigung an alle anständigen Fans.
Kolíns Kapitän Jonas Hector forderte die Fans auf, sich zu beruhigen, während er auf den Beginn des Duells wartete.
„Wir können das Spiel kaum erwarten und wir alle wollen, dass das passiert. Aber es muss gesagt werden, dass das, was passiert ist, nicht gut ist. Wir wollen so etwas nicht sehen“, sagte er laut Social Netzwerke des 1. FC Köln nad Rýnom.
Etwa 8.000 Kölner Anhänger kamen nach Nizza. „Diese Fanparty hat ihre Wirkung verloren“, bedauert Vereinspräsident Werner Wolf. Er versprach, dass die Vereinsführung ihr Bestes tun werde, um die Schuldigen zu finden und sie von Spielen auszuschließen.
Auch der französische Meister Paris Saint-Germain reagierte auf den Vorfall und bestritt, dass seine Anhänger zu den aggressiven Anhängern von Nizza gehörten.
Mitglieder der verbotenen Ultras-Gruppe von PSG-Anhängern sollen sich den Kämpfen angeschlossen haben, die den Anpfiff um fast eine Stunde verzögerten.
Auf den Tribünen des Allianz-Riviera-Stadions seien Dutzende Menschen verletzt worden, die Pariser Hooligans hätten sich den deutschen Anhängern angeschlossen.
OGC Nizza – 1. FC Köln Ausschreitungen vor dem Spiel OGC Nizza – 1. FC Kolín.
Die Kapitäne beider Mannschaften, Dante und Jonas Hector, versuchten, die Vorfälle zu beruhigen.
In einer Erklärung verurteilte die PSG-Führung die Ereignisse vom Donnerstag und erinnerte daran, dass sie sich in den vergangenen zehn Jahren intensiv mit der Gewaltprävention im Fußball beschäftigt habe.
2010 löste der „Hardcore“ eine Unterstützergruppe namens Supras Auteuil auf, erkannte deren Mitglieder nicht als PSG-Anhänger an und bestand darauf, dass ihnen der Zutritt zum Pariser Stadion verboten wird.
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Der amtierende französische Meister litt von 1985 bis 2010 unter ernsthaften Problemen mit Rowdytum. Der Verein ergriff daraufhin strenge Maßnahmen und änderte seine Ticketing-Richtlinie radikal.
„Der Klub wird prüfen, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, falls sein Ruf durch die Handlungen solcher Personen geschädigt wird“, sagte PSG laut AP in einer Erklärung.
Der slowakische Vertreter Ondrej Duda trug ebenfalls das Trikot von Kolín. Er spielte bis zur 56. Minute, sechs Minuten später glichen die Hausherren durch einen von Andy Delort verwandelten Elfmeter aus.
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