Neue deutsche Partei will EU auflösen und Klimapolitik abschaffen

BSW nennt den Krieg in der Ukraine einen Stellvertreterkonflikt.

BERLIN. Deutschlands neue politische Partei, die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW), will im Falle ihres Sieges bei der diesjährigen Wahl zum Europäischen Parlament die Auflösung der Europäischen Union und die Abkehr von der Klimaschutzpolitik in ihrer jetzigen Form fordern, berichtet die Agentur DPA auf Grundlage von Der Programmentwurf der Partei für die Europawahl.


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BSW wurde letzte Woche offiziell von der bekannten Oppositionellen Sahra Wagenknecht gegründet, die im Oktober mit neun Bundestagsabgeordneten die Linkspartei (Die Linke) verließ.

Wagenknecht wurde Vorsitzende der neuen Partei, das Amt der Präsidentin teilt sie sich jedoch mit der Abgeordneten Amira Mohamed Aliová. Der erste Parteitag findet am 27. Januar statt.

So geht aus dem Tagesordnungsentwurf des BSW, über den erstmals die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete, hervor, dass die Partei für die Abschaffung des Handels mit CO2-Fußabdruckzertifikaten kämpfen will. Er sagt, dieser Handel sei „für die Erreichung der klimapolitischen Ziele der EU völlig unhaltbar“.



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Gleichzeitig fordert der BSW die unbefristete Fortsetzung des Einsatzes von Verbrennungsmotoren und fordert die Wiedereinfuhr von Öl und Gas aus Russland in die EU.

Laut DPA enthält der Dokumententwurf grundsätzliche Kritik an der EU in ihrer jetzigen Form und fordert deren Auflösung.

„Die EU in ihrer jetzigen Form untergräbt den Europagedanken. Was auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene besser und demokratischer geregelt werden kann, darf nicht dem Regulierungswut der europäischen Technokratie überlassen werden“, heißt es im Programmentwurf, den die EU in ihrer jetzigen Form untergräbt Welche Partei im Rahmen des konstituierenden Kongresses besprochen wird.

Laut BSW sollte sich Deutschland bei Bedarf nicht an EU-Regeln halten. Die Partei befürwortet „die Nichtanwendung europäischer Regelungen auf nationaler Ebene, wenn diese wirtschaftlichen Interessen, sozialer Gerechtigkeit, Frieden, Demokratie und Meinungsfreiheit zuwiderlaufen“.

Laut DPA weichen diese Parteierklärungen grundlegend von dem Grundsatz ab, dass europäische Regelungen, die zunächst von den Regierungen auf nationaler Ebene in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament ausgehandelt werden, für die 27 Mitgliedsländer der Union verbindlich sind.

Im BSW-Text heißt es weiter, dass der EU-Haushalt nicht weiter aufgestockt werden dürfe und die Union keine eigenen Einnahmen haben dürfe. Die Partei behauptet außerdem, dass es notwendig sei, ein Moratorium für die EU-Erweiterung einzuführen, weshalb sie derzeit keine neuen Mitglieder aufnehme, was auch für die Ukraine gelte.

Das vorgeschlagene Programmdokument fordert außerdem eine größere Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten. „Europa muss ein unabhängiger Akteur auf der Weltbühne werden, anstatt eine führende Figur im Konflikt zwischen den Großmächten und dem amerikanischen Vasallen zu sein“, heißt es in dem Vorschlag.

Auch die Union dürfe laut BSW keine „digitale Kolonie“ Washingtons sein, sie brauche aber eine eigenständige digitale Infrastruktur.

BSW bezeichnet den Krieg in der Ukraine, den Russland vor knapp zwei Jahren mit der Invasion seines Territoriums begann, als Stellvertreterkonflikt zwischen der Nordatlantischen Allianz und Russland. Auch wenn Moskau den gesamten Konflikt militärisch begonnen habe, „hätte der Westen ihn schon vor langer Zeit verhindern und beenden können“, heißt es in dem Dokument.

In diesem Zusammenhang sieht der Vorschlag einen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen vor, Bedingung für deren Umsetzung sollte auch die sofortige Einstellung der Waffenexporte in die Ukraine sein.

Im Hinblick auf die Migrationspolitik betont das Dokument die Notwendigkeit, Asylverfahren an den Außengrenzen der EU oder in Drittstaaten einzuführen und die Ursachen der Migration anzugehen.

Deutschland

Amala Hoffmann

Preisgekrönter Unruhestifter. Extremer TV-Pionier. Social-Media-Fanatiker

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